Rück- und Ausblick

Wie ich zur Kunst gekommen bin

Wahrscheinlich habe ich die Musik schon mit der Muttermilch „eingesogen“. Meine Mutter war Musikerin und übte ihren Beruf zu Hause aus, mein Vater war ein begnadeter Hobbymusiker. In der Erinnerung hat das Klavier - oder noch vielmehr der Flügel in unserem Haus - eine unwahrscheinliche Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Ich habe mich schon als kleines Kind so oft wie nur möglich ans Klavier gesetzt. Wenn das Familienklavier besetzt war durch Unterricht, wich ich aus in den oberen Stock und spielte am Klavier der Grosseltern. Den Entschluss, Musik zu studieren, fasste ich mit 16 Jahren. Plötzlich wurde mir klar, dass ich ohne Musik nicht leben kann, viel mehr darüber wissen und damit auch meinen Lebensunterhalt verdienen möchte. Seit damals ist mir bewusst, dass ich „musiksüchtig“ bin. Musik ist für mich so etwas wie für andere Menschen die Luft zum Atmen. Musik ist und bleibt meine grosse Leidenschaft, meine grösste Sucht.

Perspektiven

Seit dem Abschluss meines Zweitstudiums im Jahre 2003 realisiere ich eigene Musiktheaterprojekte. Ich bin fasziniert davon, eigene Wege zu gehen, eigene Konzepte zu entwickeln und so Musik als Theater auf die Bühne zu bringen. Entstanden sind so die Projekte MozOPERA (Mozartprojekt), THE BOY FRIEND (Musical für und mit der Kantonsschule Zofingen), Dein ist mein Herz (200. Geburtstag von Fanny Hensel, geb. Mendelssohn-Bartholdy). Im Moment beschäftigen mich das neue Projekt Roberts Luftschiff (Robert Schumann fürs Musiktheater) und ein weiteres Musical.

Ein Wunsch für die Vergangenheit:

Ich wünschte, ich hätte meinen Hang zum Musiktheater viel früher wahrgenommen und ihn verfolgt.

Ein Wunsch für die Gegenwart:

Ich wünsche, dass die Menschen mehr Sorge tragen zu ihren Ohren! Selbstgewählte und auch unfreiwillige Belastungen der Ohren und des Gehörs werden sich in 10 bis 20 Jahren zu einem Gesellschaftsproblem entwickeln. Die Schwerhörigkeit wird enorm zunehmen und auch schon jüngere Menschen betreffen.

Ein Wunsch für die Zukunft:

Als Ausgleich zur Musik suche ich in meiner Freizeit oft Orte der Stille, der Ruhe in der Natur. Die Wege dazu werden immer länger und komplizierter. Ich vermute, dass wir unsere Umwelt immer stärker mit Beschallungen und Lärm verschmutzen und wünsche für die Zukunft, dass wir vermehrt Sorge tragen zu unserer akustischen Umwelt!